181: - "Das klingt gestellt!" – Warum Fachsprache Hörer:innen verscheucht (und was Kompetenz zeigt)
Shownotes
Du hörst deine erste Episode und denkst: "Boah, das klingt total gestellt. Das bin nicht ich."
Vielleicht liegt's daran, dass du Fachbegriffe verwendest, die du im echten Leben nie sagen würdest. In dieser Episode zeige ich dir, wie du die Balance zwischen Professionalität und Authentizität findest – ohne wie ein Fachidiot zu klingen.
Du bekommst ein Drei-Fragen-Selbsttest, mit dem du sofort checkst, ob deine Sprache passt. Plus: Warum es die echte Kompetenz ist, komplexe Dinge einfach zu erklären.
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Der 3-Fragen-Selbstcheck:
- Würde ich so mit meinem besten Kunden am Telefon sprechen? – Wenn nein, warum nicht? Die Telefonversion ist meist direkter, klarer, menschlicher.
- Verstehe ich diesen Satz noch, wenn ich ihn in sechs Monaten höre? – Buzzwords altern schnell. Evergreen schlägt Growth-Hacking.
- Muss ich den Begriff erklären oder kann ich ihn weglassen? – Manchmal ist die Erklärung klarer als der Begriff selbst.
Transkript anzeigen
00:00:00: Gerade die, die mit einem Podcast starten, die hören sich gerne ihre Podcastfolgen nochmal an.
00:00:07: Und dann gibst du eine Reaktion, nicht selten, dass sie sagen, boah, das klingt irgendwie total gestellt.
00:00:15: Irgendwie nicht ich, vielleicht weil du Fachbegriffe verwendet hast, die du im echten Leben nie so wirklich sagen würdest.
00:00:23: Und das kenn ich natürlich auch.
00:00:25: Die Frage, wie präsentiere ich mich jetzt vor meiner Zielgruppe?
00:00:31: habe ich mich auch irgendwann gefragt, so was ist jetzt mit mir?
00:00:35: Darf ich jetzt im Podcast auftauchen?
00:00:37: Die Antwort ist ja.
00:00:39: Ich zeig dir auch, wie du das machen kannst.
00:00:41: Und wenn du Bock hast, dann zeige ich dir auch, wie du diese Balance zwischen Professionalität auf der einen Seite und Authentiz- Schwieriges Wort, Authentiz- Authentizität, wir lassen das einfach so drin, Authentizität findest.
00:00:56: Und wenn du Bock hast, Noch mehr Bockers gibt's am Ende noch ein Dreifragentest, mit dem du sofort erkennen kannst, ob deine Sprache passt.
00:01:03: Also Authentizität und weiter geht's mit dieser Folge.
00:01:18: Willkommen zurück zu einer neuen Folge von Power to the Podcast von Podigy und meiner Wenigkeit Gordon Schülmölder.
00:01:26: Ich bin Podcastcoach und macht den ganzen Kram schon so lange, dass ich so viel gesehen und gehört habe und so viel Fehler selber gemacht habe und mich wieder aufgerappelt habe.
00:01:37: Unter anderem musste ich mich auch mit meiner Persönlichkeit und meiner Sprache beschäftigen, denn ich bin ein Kind des Zwei-Strom-Lands.
00:01:48: Nimm mich rein und Ruhr.
00:01:51: Ich habe sowohl den reinischen Dialekt mit drin und diese reinische, doch etwas schnoderige Art.
00:01:59: Dann aber auch noch das Ruhrgebiet, da habe ich so diesen leichten Ruhrgebiet Asitatsch mit drin, dass ich eher klinge, auch wie von der Straße.
00:02:07: Und natürlich habe ich auch den Wunsch eben nicht so rüber zu kommen, sondern eben halt auch zu zeigen, dass ich etwas kann, was nicht heißen soll, dass man mit einem, mit einer reinischen Kotterschnauze und mit einem Ruhrgebiet slang nicht auch etwas darstellen kann und nicht professionell wirken.
00:02:27: Also du verstehst, was ich meine, mir ist das nur wichtig im Podcast so zu machen, dass man es von der ersten Episode anhören kann.
00:02:36: Puh, ganz schöner Ritt, kann ich dir sagen.
00:02:40: Und irgendwann habe ich für mich herausgefunden, eigentlich darf ich genauso sein, wie ich jetzt bin.
00:02:49: haben ja auch ganz viele gesagt geworden sei doch einfach so wie du bist dann bist du immer richtig.
00:02:53: das problem ist nur das dann natürlich auch eine gewisse rolle da im weg steht nämlich die des podcasters.
00:03:03: und da habe ich ja gewisse vorstellungen.
00:03:05: so und ich habe dann auch von meiner geistige von meinem geistigen augen nicht so eine nicht so eine bestimmte Menge von Menschen vor mir, die dann so zuhören, sondern ich habe eher so grad, du darfst dich irgendwie, was ist, wenn die denken, du bist ein totaler Vollidiot?
00:03:21: oder was ist, wenn die denken, du kannst überhaupt gar nix?
00:03:23: oder was ist, wenn du das zu unprofessionell ist, weil du halt irgendwie so klingst, wie du klingst und so weiter und so fort.
00:03:32: Auf diesem Weg, das lässt sich nicht sofort mit einem Fingerschnips ändern, das weiß ich.
00:03:37: Deswegen gebe ich dir diesen Tipp, sei einfach du selbst, nicht mit auf dem Weg, sondern sage doch, sei wie du bist und entwickel dich dahin mit den Themen, mit den Dingen, die wir hier in dieser Podcast-Folge besprechen.
00:03:53: Also, lass mal anfangen mit dem Thema Jagon.
00:03:56: Also, was ist Jagon überhaupt?
00:04:01: Du hast eine bestimmte Fachsprache in einer bestimmten Berufsgruppe oder Community.
00:04:09: Also Sprache, die innerhalb dieser Gemeinschaft gesprochen wird, aber die außerhalb dieser Gruppe oder außerhalb dieses Berufsstandes gar nicht so sehr gesprochen oder auch gar nicht verstanden wird und ist oftmals so ein Insider-Code.
00:04:26: Man kann man komplexe Dinge mit formulieren.
00:04:30: Also, wenn du schon mal ein Entlassungsbericht vom Arzt oder aus dem Krankenhaus gesehen hast, wenn der entlassende Arzt für den Kollegen vor Ort einen Arztbericht schreibt, ja, herzliche Glückwunsch, da verstehst du gar nichts.
00:04:43: So.
00:04:44: Und dieser Insider-Code, der schafft auch eine gewisse Zügehörigkeit und schließt dadurch eben andere aus.
00:04:50: So, wenn du jetzt zum Beispiel so ein Marketing-Podcast hast, Da wird über Conversion, Raid gesprochen, über Funnel und über Lead Magnet und so weiter und so fort.
00:05:01: Und ich hätte vor kurzem noch ein Webinar gesehen von, ne, sage ich besser nicht.
00:05:06: Und da ging es darum, wie du mit einem Webinar, also das Webinar ging über das Thema Webinar, wie du mit einem Webinar, Leute gewinnst, die halt bei dir kaufen.
00:05:16: So, und das, die Zielgruppe war, war ein Starter.
00:05:20: So, und das heißt, die Leute, die jetzt da waren und der Gast der Gastexperte, war überhaupt nicht gut vorbereitet.
00:05:29: Beziehungsweise hatte bestimmt was drauf, hat aber, ich habe das im Chat gemerkt, wie da die Hütte kochte, das so viel Farschagon genannt, dass die Leute gesagt haben, ich verstehe das nicht, ich verstehe nicht, was er sagt.
00:05:45: So, ich fühle mich gerade hier abgehängt, dann sagte das die Moderatorin dem Experten und anstatt dass er das In irgendeiner Art und Weise nochmal aufbricht und runterbricht, hat er sich da mehr oder weniger nicht drum geschehrt.
00:05:59: Rathemar, wer vermutlich gar nicht so viele Anfragen bekommen hat.
00:06:02: So, sei es drum.
00:06:04: Aber auch wir hier, beim Podcasting, wir haben da so genau so ein Joggon.
00:06:09: Durchherquote, RSS Feed, Show Notes, das sind alles so Dinge, die wir hier verstehen.
00:06:16: Ja, oder wenn es ums Business geht, Skalierung, Stakeholder, Synergien, was weiß ich, so.
00:06:22: Das ist in Ordnung.
00:06:24: Wenn du so eine Fachsprache hast, dann ist das etwas, was Vertrauen aufbaut.
00:06:31: Unter Experten zeigste, dass du dazugehörst.
00:06:35: Du beweist, dass du dich auskennst, indem du auch ein gewisses Jaguar benutzt.
00:06:40: Und du signalisierst damit eben, ich verstehe das.
00:06:44: So wir sind unter uns.
00:06:46: Und das ist auch für die Kommunikation gut, denn manchmal reicht so der Begriff Funnel und wir haben von unserem geistigen Auge sofort das Konzept eines Funnels vor Augen, wenn es ums Marketing geht.
00:07:02: Wenn wir hier jedes mal erklären müssten, was Show Notes sind, ja, weißt du, das kann man mal machen, aber auch nicht jedes Mal, weißt du?
00:07:11: Also die Frage ist, wo brichst du es runter?
00:07:15: Wenn du jetzt auch diesen Podcast hörst und ich dir nicht jedes mal erkläre, was Show notes sind oder was der Podcast Feed ist, dann respektiere ich auch damit das Niveau hier.
00:07:28: Dann erkläre ich dir nicht alles und ich weiß, hey, wir sind irgendwo auf einer Wellenlänge.
00:07:33: Das heißt, wir benutzen einen gewissen Jagon und er zeigt hier alles klar, wie es hier unter uns ist.
00:07:38: Es kann aber durchaus sein, dass diese Fachsprache dieser Jagon abschreckt.
00:07:43: Also, wenn du einen Thema hast, meinetwegen Medizin.
00:07:50: Und du sagst anstatt was weiß ich, blindame Entzündung, sagst du akute Appendizitis.
00:07:57: Oder heute reden wir über die transistorische ischemische Attacke.
00:08:01: Oder Tier.
00:08:02: Denkst du ja?
00:08:04: Ja, Neurologie ist das.
00:08:06: Und das ist ein Schlaganfall, der so symptomatisch Schlaganfall ähnlich ist.
00:08:11: Aber nur eine kurze Durchglutungsstörung ist.
00:08:13: Das heißt, die Symptome sind nach einer Stunde eigentlich wieder weg.
00:08:18: Wenn ich das aber nicht erklären würde in einem Podcast für Neurologie interessierte, dann habe ich natürlich ein Problem, weil du mir, wenn du zuhörerin oder zuhörer wärst, irgendwann sagen würdest du, sorry, aber nee, nicht zu machen.
00:08:33: Erinnere dich an die letzte Folge, Durchhörquote.
00:08:36: Das sind Momente, wo Menschen absprengen können.
00:08:38: Deswegen wollen wir das nicht.
00:08:40: Bei Einsteigern ist es so, dass man die Menschen da eher verschreckt.
00:08:43: Auch wenn ich dann sage ja irgendwie transistorische ischemische Attacke oder akute Appendizitis, dann klingt das alles toll und ich zeig, was für ein toller Hecht ich bin oder was mein Wissensstand ist.
00:08:53: Aber ich verliere meine Zielgruppe nahenlos.
00:08:56: Und das ist ganz häufig ein Problem bei denen, die ein Podcast machen wollen, für eine bestimmte Zielgruppe.
00:09:01: Aber eigentlich denken bei euch, darf mich hier von meinesgleichen, von meinem Beruf stand jetzt hier nicht so, ich darf es noch nicht so runterbrechen.
00:09:08: Wie unprofessionell würden das denn meine Kolleginnen und Kollegen finden?
00:09:11: Ja, aber du machst den Podcast aber nicht für deine Kolleginnen und Kollegen, sondern für die Leute dann am Ende, die nicht wissen, was eine Blinddarm-Entzündung ist.
00:09:18: Oder endlich wissen wollen, warum Oppa eine Stunde lang Sprachstörung hatte, aber dann wieder der Alte war.
00:09:23: So, und das sind die Dinge, wo ich wissen muss, für wen mache ich das?
00:09:29: Das Problem ist nämlich, dass diese Leute sich vielleicht in einem Chat, aber nicht im Podcast trauen nachzufragen, auch nicht die Möglichkeit haben, weil es hier asynchron ist.
00:09:38: Und dann springen sie ab und denken, das ist nichts für mich.
00:09:41: Und das willst du nicht.
00:09:42: Du verlierst dann eben Zuhörerinnen und Zuhörer, bevor sie überhaupt verstehen, worum es geht.
00:09:49: Bei Außenstehenden klingst du abgehoben.
00:09:52: Unhabbar, wenn du dann so sehr im Chagrin bist, ja?
00:09:55: Weil folgt dann so wie ich weiß was, was du nicht weiß, oder das schafft eine gewisse Distanz zwischen uns.
00:10:02: Und diese Distanz halte ich dadurch, dass ich konsequent so spreche wie ich spreche.
00:10:08: So, und dann denken Menschen eben nicht in Podcast, im Sinne von Nähe, dass ich als Expertin oder Experte zu dir eine Nähe aufbaue, weil ich weiß, wie dich das anfühlt, ich weiß, wie deine Situation ist.
00:10:21: sondern ist eher so eine Vorlesung und das willst du nicht.
00:10:24: Es sind dann so Sachen wie Implementierung versus Umsetzung oder Acquisition anstatt Kundengewindung.
00:10:32: So, das gibt dann die einfache Variante, wenn es die so gibt, ist die meist die bessere.
00:10:37: So, bei der transistorischen, ischämischen Attacke gibt es keine kein besseres Wort.
00:10:42: Das muss ich dann also irgendwie erklären.
00:10:44: oder es sieht Tia nennen ab sofort, damit ich in diesem Podcast dann noch weiter in Tia sagen kann.
00:10:50: Ja, hilft mir auch, wenn der Arzt mir sagt, ey, das ist eine blünter Menschenung und nicht eine akute Appendizitis.
00:10:55: So.
00:10:56: Patienten verstehen sofort, worum es geht und haben dann keine oder weniger Angst vor dem Unbekannten.
00:11:02: So, das Problem, die Falle beim Jaguar ist, ich will kompetent klingen.
00:11:08: Habe ich gerade schon ein Stück weit angerissen.
00:11:11: Es ist wie so eine Art Glaubenssatz.
00:11:14: Ich will kompetent klingen, bedeutet ja nichts anderes, als ich will ernst genommen werden.
00:11:21: Und das wiederum hat was mit dem Ego zu tun.
00:11:25: Ich bin nicht gut, wenn ich nicht verstanden werde.
00:11:28: Oder ich bin nicht gut, wenn ich mich nicht elaboriert ausdrücken kann.
00:11:32: Also sprachlich gehoben.
00:11:37: Besonders am Anfang der Podcast-Karriere ist das eine große Falle, weil du vielleicht eben auch vor diesen grauen Männern sitzt wie ich.
00:11:46: Und du willst dann beweisen, dass du weißt, wenn du sprichst und dann wirkt das Ganze eher Hölzern, vielleicht wirklich einschläfern.
00:11:57: Hab ich alles schon erlebt.
00:11:58: Und das auch bei mir selbst übrigens, also sehr häufig.
00:12:03: Und es ist ganz, ganz oft so, dass wenn Leute aus einem akademischen Bereich kommen, dieses akademische auch wiederum einfließen lassen in den Podcast, um halt eben so zu wirken, wie man wirkt und nicht in der Lage sind, das runterzubrechen.
00:12:23: Medizinische Dinge runterbrechen, also nun mal so.
00:12:26: als Beispiel, möchte ich dir den Gesundheit-Kanz-du-lernen-Podcast mal empfehlen von Dr.
00:12:32: Cordelia Schott, eine sehr, sehr coole Type an dieser Stelle, ein dickes Shoutout an Cordelia.
00:12:40: Das macht eine Medizinerin und die Zielgruppe ist ihr völlig klar mich Menschen, die Gesundheit ernst nehmen wollen.
00:12:47: Das sind keine Medizinerinnen oder Mediziner in der Regel.
00:12:50: Pasens vielleicht, sondern autonormal.
00:12:53: Und gibt es eine weibliche autonormal?
00:12:56: Also wenn du das weißt, dann lass es mich irgendwie wissen.
00:13:00: Auf jeden Fall kommt da natürlich auch Jagorin, der dann aber übersetzt wird und das auf eine sehr angenehme Weise.
00:13:09: Also, let's talk about Falle.
00:13:12: Also die Wahrheit, das Wichtige bei diesem Ding ist und dann, also Anders.
00:13:19: Du möchtest wahrgenommen werden als Experte und benutzt entweder unbewusst oder bewusst halt eben jargon Fachsprache, weil du als Experte oder als Kompetenz wahrgenommen werden möchtest.
00:13:33: Das Ding ist aber, die Wahrheit ist aber, dass wenn du diese komplexen Dinge einfach erklären kannst, dann ist das die echte Kompetenz.
00:13:42: Dann ist das, wo wir sitzen und denken, danke, danke, dass es jemand mal erklärt.
00:13:49: Albert Einstein wird zugesprochen, dass der mal gesagt hat, wenn du es nicht einfach erklären kannst, hast es nicht verstanden.
00:13:56: Ich finde den super.
00:13:57: Ich weiß nicht, ob er von Einschein ist oder wirklich ist, aber völlig egal.
00:14:01: Der Spruch ist super.
00:14:02: Wenn du es nicht einfach erklären kannst, hast du es nicht verstanden.
00:14:05: So, die besten Lehrer sind die, die diese komplexen oder komplizierten Dinge verständlich machen.
00:14:11: Die Menschen hören dir zu, weil du die Komplexität reduzierst.
00:14:15: Du machst es ihnen einfacher.
00:14:18: Du durchdringst für sie das Thema und gibst ihnen so readers digestmäßig diese Zusammenfassung.
00:14:25: Und gibt es Ihnen das?
00:14:27: Super.
00:14:28: Das Problem, weil ein weiteres Problem ist, wenn du vielleicht jemandem zuhörst und denkst, oh, der spricht ja genau so, genau so fachsprachlich, dann bist du vielleicht auch ein Stück weit Kopie und verlierst deine eigene Stimme.
00:14:47: Und Menschen merken das.
00:14:50: Also, vielleicht lassen Sie mal ein bisschen Lösungs ... orientiert, ein bisschen konstruktiv werden, weil es auch nicht so einfach ist.
00:14:57: Ich gebe das zu, da so sein Mittelweg zu finden, das ist auch nicht komplett trivial.
00:15:04: Trivial ist auch so ein Wort, ne?
00:15:06: Ich liebe das Wort trivial, also so, es ist nicht so einfach, es ist nicht so, es ist nicht so, ja, nicht so einfach.
00:15:16: Wie würdest du mit deinem besten Kunden sprechen?
00:15:20: oder wie würdest du mit Wenn du jemanden aus der Zielgruppe kennst und das ist ein Kumpel von dir, wie würdest du mit dem reden?
00:15:27: Würdest du dann sagen, ja, wir optimieren deine Conversion Rate?
00:15:30: Oder würdest du sagen, lass mal gucken, dass da mehr Leute bei dir landen oder mehr Leute bei dir buchen?
00:15:36: Ich glaube, die Wahrheit liegt da irgendwo in der Mitte.
00:15:41: Und da geht es darum, dass du diese Sprache nutzt.
00:15:45: Deswegen ist es auch extrem wichtig, dass du weißt, für wen du sprichst.
00:15:50: Und das ist jetzt... Der nächste Punkt hier auf meiner kleinen Liste.
00:15:54: Wenn du dich an Anfänger richtest, dann kennen die diese Fachbegriffen noch nicht.
00:15:58: Die sind am Anfang der Reise.
00:15:59: Die googeln dann sowas wie, wie baue ich ein Podcast, wie starte ich ein Podcast, nicht Optimierung, RSS-Feed oder Optimierung, Suche, Spotify oder sowas.
00:16:10: Du musst die Leute da abholen, wo sie stehen.
00:16:12: Ist eine ausgelutschte Weisheit und sie ist nicht tot zu kriegen, weil sie stimmt.
00:16:17: Also wie bekomme ich mehr Hörer?
00:16:19: Das ist die Frage, nicht Growth, Hacking, Strategies für Podcast.
00:16:25: Es geht darum, dass du über das Ergebnis sprichst, nicht über die Methode.
00:16:31: Es braucht auch, es ist auch blöd, wenn du zu viel Vorwissen voraussetzt.
00:16:36: So, dann ist es nicht für Anfänger.
00:16:39: Also, wenn es jetzt darum geht, dass du deine Metatags für SEO optimieren sollst.
00:16:46: Aber wenn jetzt sagst du, schreib ein Titel, der die Menschen neugierig macht, ja, dann ist halt etwas, was hängen bleibt.
00:16:52: So, das eine ist ein Laden und das andere eher so nicht.
00:16:56: So, von daher nochmal, wenn du dich an Anfänger richtig sprich deren Sprache, das ist nicht nur für ihm Podcast wichtig, sondern auch für die Vermarktung, wenn du neue, wenn du Titel schreibst, also Überschriften schreibst für mir jetzt mal, wie Blockdenken, ja, Podcasttitel schreibst, dann ist es gut, wenn die Menschen sofort wissen, alles klar, dass es drin.
00:17:21: Was ist aber jetzt, wenn du nicht an Fortgeschrittene richtest?
00:17:24: Da habe ich so meine Schwierigkeit mitunter, weil mit meinem anderen Podcast, da richtig ich mich tendenziell eher an fortgeschrittene Podcastinnen und Podcastern.
00:17:32: Wenn ich dazu viel einfache Dinge erkläre, dann... Langweilt sie das, die wollen da tiefer eintauchen und die wollen nicht Grundlagen dauernd wiederholen.
00:17:45: Das, weil ich das weiß, fragst du dich jetzt, kommen wir gleich zu.
00:17:51: Also Balance halten ist bei vorgeschritten und extrem wichtig.
00:17:55: Kurz erklären, dann aber wieder ins Detail gehen.
00:17:59: So was wie... Die Skalierung beim Podcast, also mehr Menschen erreichen, ohne jetzt mehr zu machen, funktioniert am besten, wenn du das und das machst.
00:18:11: Ja, das erklärt ganz kurz Skalierung und geht dann aber weiter.
00:18:16: Ohne jetzt zu sagen, hey, wenn du jetzt am Anfang bist, dann erkläre ich dir ganz kurz Skalierung, sondern dass du es in einem Nebensatz, in einem Einschub machst, dann ist es eigentlich ganz gut.
00:18:25: Das kann man rausfinden.
00:18:27: Und ich gebe zu... Das ist am Anfang nicht so einfach, weil man einfach nicht die Masse oder den Zugriff auf die Masse an Menschen hat.
00:18:34: Masse heißt jetzt nicht Tausende, Masse heißt fünf, sechs bis zehn Leute, die du fragst.
00:18:40: Und da fragst du nach Feedback.
00:18:42: So.
00:18:45: Wie findest du diese Podcast-Episode?
00:18:47: Welche Fragen hattest du?
00:18:48: Oder was war dir in dieser Episode unklar?
00:18:52: Hast du den Eindruck gehabt, ich... Erwarte zu viel Wissen?
00:18:57: oder hast du den Eindruck gehabt, du würdest da gerne in dem Moment nachfragen.
00:19:01: Welche Begriffe oder welche Arten von Begriffe sollte ich denn beim nächsten Mal erklären?
00:19:06: Bin ich zu einfach?
00:19:07: Bin ich zu kompliziert?
00:19:08: Verkompliziere ich Dinge?
00:19:10: Könnte ich es aus seiner Sicht auch einfacher sagen?
00:19:12: Also, da darf man mit den Leuten im Austausch sein.
00:19:16: Wenn du mit Menschen zusammenarbeitest, ist das extrem hilfreich.
00:19:20: Gerade wenn du zoomst.
00:19:22: Bitte um Erlaubnis, dass du das Gespräch aufzeichnest und dass du dann sagst, ich mache das für intern.
00:19:29: Und zwar möchte ich wissen, welche Formulierung du lieber Kochi, lieber Kontakt, lieber was auch immer benutzt.
00:19:39: Denn ich möchte nicht abgehoben wirken oder irgendwie mit Fachsprache um mich werfen, sondern ich möchte damit operieren, damit rausgehen mit den Formulierungen, die meine Zuhörerschaft auch wirklich kennt und benutzt.
00:19:55: Diese Transkripte von Coaching Calls oder von... Jetzt bin ich selber unsicher, du merkst es.
00:20:02: Das ist wirklich eine Fundgruppe, nicht nur für Themen, sondern eben halt auch für die Formulierung.
00:20:07: Anke Lambrecht vom Greifwerk Podcast sagt er immer, lerne kundisch.
00:20:12: Also lerne die Sprache zu sprechen, die deine Zielgruppe spricht.
00:20:19: Dann kommt oft, zumindest erfahrungsgemäß, der, der, der, die Frage, wenn ich das jetzt mache, dann könnten die ja merken, ich mache das, weil ich denke, die sind dumm.
00:20:34: Also, weil du etwas tust, nämlich etwas vereinfachen, denkst du, dass die Leute denken, du würdest das machen, weil du sie doof findest.
00:20:45: Also du, was passiert ist, hell sehen.
00:20:49: Du denkst, du befürchtest das.
00:20:51: Ich lade dich ein, die Perspektive nochmal zu wechseln, wenn du über ein Thema, ein Podcast hörst, über ein Thema, von dem du nicht wirklich viel weißt, das dich aber irgendwie interessiert.
00:21:03: Bei mir zum Beispiel ist es sehr viel, was mit Politik zu tun hat.
00:21:08: Ich war sehr, sehr lange ein nichtpolitischer Mensch und fange jetzt an, mich mit den Hintergründen auch zu beschäftigen.
00:21:16: Also wie funktioniert so etwas wie eine Volkswirtschaft und so weiter und so fort?
00:21:21: Prinzipiell ein ziemlich drögens Thema.
00:21:23: Und ich bin super dankbar, wenn mir das jemand so erklärt, dass ich es verstehe.
00:21:30: Das hat also nichts damit zu tun, dass ich denke, er redet jetzt so, weil er denkt, ich bin dumm, sondern ich bin einfach nur dankbar, dass es mal jemand so erklärt, dass ich es verstehe.
00:21:39: Also macht da gerne mal den Übertrag, wechseln mal die Perspektive und dann wird am Ende auch ein Schuh draus.
00:21:46: Okay?
00:21:48: So, vielleicht... Zum Rausgehen jetzt noch der Selbstcheck.
00:21:53: Also drei Fragen, die du dir stellen solltest, damit du weißt, alles klar, das ist hier ich.
00:22:01: Erste Frage, würde ich so mit meinem besten Freund oder einem Kunden am Telefon sprechen?
00:22:09: Wenn nein, warum nicht?
00:22:11: Würde ich nicht so?
00:22:12: Warum nicht?
00:22:13: Was denkst du?
00:22:14: Müsste ich, was müsste anders sein?
00:22:18: Meistens so eine Telefonversion, Direktor klarer menschlicher, weil ihm direkten Austausch.
00:22:24: Und trotzdem distanziert genug, man sieht sich nicht und so weiter und so fort.
00:22:29: Dann nimmst du mal so ein Satz, bei dem du dir nicht wichtig bist, bei dem du dir nicht sicher bist, vielleicht außen am Transkript deiner Podcast Episode und sprich den mal laut.
00:22:40: Ist das etwas, was du so einem Kunden sagen würdest?
00:22:44: Frage zwei ist, verstehe ich diesen Satz noch, wenn ich ihn in sechs Monaten höre.
00:22:51: Also es gibt so Fachbegriffe, die altern schnell oder sind total schnell abgelutscht, ausgelutscht.
00:22:57: Web, zwei Punkt Null, Growth, Hacking.
00:22:59: Im Moment ist alles disruptiv.
00:23:02: So vor fünf Jahren oder was war Clubhouse, echt ein Thema.
00:23:05: Heute redet da keiner mehr drüber und von den Leuten, die jetzt nachgekommen sind, kennt es auch kaum noch jemand mehr.
00:23:12: So und es sind auch so temporäre Trends, also nicht NFT, Metaverse, irgendwelche Buzzwords, so.
00:23:21: Ist das in sechs Monaten immer noch ein Thema?
00:23:23: Wenn ja, okay.
00:23:24: Wenn nicht, dann nicht.
00:23:27: Also es gibt in der Regel auch gerne mal so Evergreen Sachen, die einfach besser sind.
00:23:33: Mehr Sichtbarkeit statt Growth Hacking.
00:23:36: Automatisierung statt, was weiß ich, Workflow Optimierung oder AI Power.
00:23:42: Du weißt, was ich damit meine.
00:23:44: Wenn du einen Begriff erklären musst, ist er vielleicht so kompliziert und du brauchst ihn gar nicht.
00:23:50: Und die einfache Sache ist am Ende auch die bessere Sache.
00:23:54: Da darfst du einfach zu stehen.
00:23:56: Und Frage drei, muss ich den Begriff erklären oder kann ich ihn weglassen?
00:24:01: Wenn du einen Begriff erklären musst, frag dich, brauche ich ihn wirklich?
00:24:05: Manchmal ist die Erklärung klarer als der Begriff selbst.
00:24:10: So, Liedmagnet, sagt jetzt dem Anfänger vielleicht nicht, aber Ein Angebot, ein kostenfreies gegen E-Mail-Adresse als Tausch ist vielleicht klar, klarer.
00:24:21: Man weiß es nicht.
00:24:22: Also ich mache dir das Angebot.
00:24:23: Wenn du den Begriff erklären musst, kannst du überprüfen, du musst mir den weglaschen.
00:24:28: Also, nehmt es noch mal mit.
00:24:31: Gerade diese, gerade die zweite Frage finde ich ganz cool.
00:24:34: Die erste Frage, sorry, würde ich so mit meinen Leuten sprechen.
00:24:38: So, das ist die sehr nahe.
00:24:40: Die ist sehr... Mensch, da menschelt es am meisten und vielleicht nimmst du die einfach mal mit.
00:24:47: Würde dich so mit meinem besten Kunden oder meinem meisten Freund am Telefon sprechen.
00:24:53: Und wenn du dich so entlang hangelst anhand dieser oder auch anderer Tipps und Tricks, dann wirst du irgendwann deine Podcast-Persönlichkeit finden.
00:25:09: Und du wirst irgendwann in einen Modus verfallen können, der wie ein Schalter angeht.
00:25:15: Okay, jetzt ist sie, ist er im Podcastmodus.
00:25:19: Und das ist faszinierend zu sehen.
00:25:21: Und das ist auch bei Profis der Fall.
00:25:25: Radiosprecher sprechen anders, wenn sie mit dir im Auto sitzen und mit dir ein bisschen quatschen.
00:25:33: Es ist so.
00:25:35: Und trotzdem ist es ein Teil von ihnen.
00:25:38: Der ist ein Teil geworden.
00:25:41: Und deswegen auch authentisch.
00:25:43: So, und das Gleiche wird bei dir auch so sein.
00:25:46: Wenn du diese Tipps und Tricks als Basislager nimmst, um dich entlang zu hangeln an deinen ersten zehn, zwanzig Episoden, wirst du irgendwann deinen eigenen Stiefel finden, daraus machen.
00:26:00: Oh Gott, ich bin zu lang von meiner Frau verheiratet.
00:26:02: Die verhaut auch immer gerne solche Redewendungen.
00:26:04: Also, ich lade dir herzlich ein, das mal auszuprobieren.
00:26:09: Druck dir doch mal testweise einen Transkript von deiner Podcastfolge aus, die du gemacht hast.
00:26:15: Und dann schaust du mal, ob das so Formulierungen sind, die du deiner besten Freunden, einem guten Kunden oder wie auch immer mitgeben wollen würdest.
00:26:25: Und wenn du merkst, ne, dann kannst du es verändern.
00:26:28: Cool?
00:26:29: Alles klar.
00:26:30: Ich wünsch dir einen ganz, ganz tollen Tag und freue mich jetzt auf unsere nächste Podcastfolge, von der ich gerade noch gar nicht weiß, welches sein wird.
00:26:39: Die habe ich nämlich jetzt hier noch.
00:26:42: Und wir werden sehen.
00:26:44: Wir werden sehen, was es wird.
00:26:45: Ich wünsche dir eine ganz, ganz tolle Zeit und sag bis dahin, dein Gordon-Schön-Mälder.
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